Tischvorlage Studierendenpreis

Liebe Professor:innen, liebe Lehrende,
in der letzten Studienkommision des Sommersemester wurde angeraten, einen Studierendenpreis einzurichten, um Studierende für herausragende Leistungen in Abschlussarbeiten auszuzeichnen. Zusammen mit Herrn Büttner haben wir ein erstes Konzept für die Umsetzung dieses Vorhabens ausgearbeitet und beantragen hiermit die Einrichtung eines offiziellen Studierendenpreises sowie eines Sonderpreis für Abschlussarbeiten.

Ausgestaltung

Anzahl der zu vergebenen Preise und Höhe der Dotierung

Der Studierendenpreis soll jeweils die beste ausgewählte Bachelor- und Masterarbeit auszeichnen. Falls unter den Vorschlägen noch eine dritte Arbeit ist, die die Auswahlkommission ebenfalls für prämierungswürdig hält, soll es noch die Möglichkeit geben, einen Sonderpreis zu vergeben. Je Preis könnte ein Preisgeld von ca. 250 € vergeben werden. Unklar ist noch, ob bei Vergabe eines Sonderpreises die insgesamt 500 € auf drei Preise aufgeteilt werden oder es möglich ist, einen weiteren Preis mit 250 € zu finanzieren. Der Studierendenpreises könnte z. B. beim Institutsfest, bei einer Gremiensitzung oder bei der jährlichen Absolvent:innenfeier vergeben werden.

Zusammensetzung der Kommission

Zur Bewertung und Auswahl der Abschlussarbeiten soll eine Kommission eingesetzt werden. Diese setzt sich aus zwei Lehrenden (ein:e Vertreter:in des Professoriums und ein:e Vertreter:in des Mittelbaus) und zwei Studierenden zusammen und wird jährlich neu gewählt. Zu beachten ist, dass Studierende, die selbst für den Preis vorgeschlagen werden, kein Teil der Auswahlkommission sein dürfen. Noch zu klären ist, wie damit umgegangen wird, wenn die Lehrenden der Auswahlkommission vorgeschlagene Abschlussarbeiten selbst betreut haben und ob die beiden gewählten Lehrenden aus der gleichen Arbeitsgruppe kommen dürfen.

Bewertungskriterien

Als Mindestvoraussetzung für einen Vorschlag für den Studierendenpreis gilt eine sehr gute Bewertung der Abschlussarbeit durch die beiden Betreuer:innen (mindestens 1,3). Die Betreuer:innen können eine sehr gut bewertete Abschlussarbeit durch eine informelle Mail an die Auswahlkommission vorschlagen. Einzureichen sind das Gutachten und ein Dokument der Abschlussarbeit. Die Frist für die Einreichung von Abschlussarbeiten ist vier bis sechs Wochen vor der Vergabe, damit die Kommission noch genügend Zeit hat, um die Arbeiten zu sichten und eine Auswahl zu treffen. Bei der Bewertung und Auswahl der auszuzeichnenden Arbeiten ist eine Orientierung an anderen Preisen möglich, wie z. B. dem Bremer Studienpreis. Ein wichtiger Faktor dafür, dass eine Abschlussarbeit preiswürdig ist, könnte die erkennbare Eigenleistung sein. Durch die Ergebnisse der Abschlussarbeit sollte der Forschungsdiskurs nicht nur reproduziert und zusammengefasst, sondern auch erweitert werden. Ein weiteres Kriterium, dass insbesondere für einen Studierendenpreis, der historische Abschlussarbeiten auszeichnet, relevant ist, ist die geleistete Archivarbeit und die Auswahl der historischen Quellen. Damit bestimmten Epochen kein Vorteil zukommt, soll ein Aktualitätsbezug keins der elementaren Bewertungskriterien sein.

Mehrwehrt eines solchen Preises

Obwohl es eine herausragende Leistung ist, eine sehr gute Abschlussarbeit zu verfassen, wird dies bisher kaum honoriert. Die Errichtung eines Studierendenpreises könnte dies ändern. Im Fachbereich 8 hat das Institut für Politikwissenschaft dieses Jahr zum ersten Mal einen solchen Preis vergeben, was dem Institut für Geschichtswissenschaft als Vorbild dienen könnte. Ein Studierendenpreis gibt darüber hinaus Anreize, eine besonders gut recherchierte Abschlussarbeit zu schreiben. Das kann einerseits die allgemeine Qualität der Abschlussarbeiten am Institut für Geschichtswissenschaft steigern und andererseits dazu führen, dass der Forschungsdiskurs an der Universität Bremen diverser wird. Eine Ehrung auf dem Institutsfest könnte das Fest z. B.  um einen schönen Punkt ergänzen und würde einen würdigen Rahmen bieten.

Die prämierten Arbeiten könnten auf der Internetseite des Instituts veröffentlicht werden. So werden diese für die Allgemeinheit zugänglich und Studierende, die in der Zukunft eine Abschlussarbeit schreiben, erhalten Einblicke wie eine solche Arbeit aufgebaut werden kann. So kann auch umgangen werden, dass sehr gute Abschlussarbeiten nach Abgabe nie mehr angesehen werden.

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